„Bloß keinen Makler!“

Ein Immobilienmakler ist ein selbstständiger Gewerbetreibender, der eine Gelegenheit für einen Kaufvertrag oder Mietvertrag für Immobilien nachweist oder eine solche Gelegenheit vermittelt und somit als Makler zwischen Eigentümer und Interessenten tätig wird. Kommt durch seine Tätigkeit ein Vertrag zustande, so erhält er eine Provision (auch „Courtage“ genannt) deren Höhe üblicherweise nach dem Kaufpreis bzw. Mietpreis festgelegt wird. – Wikipedia

 

Der Beruf Immobilienmakler ist eigentlich einer der Schönsten. Jeder Tag ist anders. Doch leider wird dieser Beruf durch die vielen Vorurteile zerstört. Fast jeder Immobilienmakler hat schon einmal erlebt, dass Mitmenschen Vorurteile gegenüber ihrem Berufstand haben. Beinahe zwei Drittel machen häufig negative Erfahrungen, die oft mit Beleidigungen und Drohungen einhergehen. Die Käufer verstehen oft nicht warum sie eine Vermittlungsleistung durch einen Dritten zahlen, wenn doch der Eigentümer einen Mieter/Käufer finden will? Nach Meinung vieler Menschen sind die Provisionen, die Makler für ihre Arbeit  verlangen, viel zu hoch. Und diese Arbeit besteht ja sowieso nur daraus, eine Tür aufzuschließen –  so zumindest das Vorurteil. Die Mühen, die der Makler auf sich genommen hat, bis es überhaupt zum Aufschließen einer Tür kommt, werden oft vernachlässigt. Denn gerade für den Anbieter einer Immobilie kann ein Makler wichtige Hilfestellungen bieten. Diese Mühe besteht aus einer Vielzahl von Dienstleistungen.

 

Überhaupt an ein Objekt zu kommen, kostet schon viel Zeit und Mühe. Dazu muss viel in das Marketing und Akquise investiert werden. Wenn man dann das „Glück“ hat und endlich ein Objekt ergattert hat, fängt die Arbeit an. Im ersten Schritt bespricht der Immobilienmakler zunächst die Verkaufsziele mit dem Eigentümer und nimmt eine Werteinschätzung der Immobilie vor Ort vor. Im nächsten Schritt trägt der Makler alle wichtigen Informationen, Fotos, Unterlagen zur Immobilie zusammen und erstellt ein aussagekräftiges Exposé. Anschließend wird die Immobilie am Markt angeboten über unterschiedlichste Werbewege: Internet-Portale, Präsentation der Immobilie auf der Website des Maklers, Tageszeitungen, Kundendatenbank des Maklers, Verkaufsgalgen etc. Der Makler selektiert im Anschluss die potentiellen Kaufinteressenten vor, holt sich die Finanzierungsbestätigung ein und führt die Besichtigungen durch. Das Vermitteln eines passenden Käufers erfordert eine intensive Beschäftigung mit dem Kunden und eine gute Menschenkenntnis um zu erkennen, welche Immobilie zu welchem Kunden passt. Er führt oft die Verkaufsverhandlungen und balanciert Verkäufer- und Käuferinteressen aus. Ist dann ein Käufer für Ihre Immobilie gefunden, bereitet der Makler die Unterlagen für den Kaufvertrag vor, begleitet Sie zum Notartermin und ist bei der Übergabe der Immobilie dabei.

 

Zu diesen ganzen Leistungen kommt noch hinzu, dass der Beruf Immobilienmakler meistens nur auf Provisionsbasis angestellt sind oder selbstständig sind. Und genau wie die anderen Menschen haben auch sie Familien, für die sie sorgen und Rechnungen, die bezahlt werden müssen. Genauso wie alle anderen Menschen gehen sie jeden Tag ihrer Arbeit nach und arbeiten für Ihr Geld um zu leben.

Warum nehmen sich die Menschen also das Recht zu sagen, dass die Arbeit der Immobilienmakler nicht gerechtfertigt ist? Sie sehen nur die Provisionen. Aber ist ihnen auch klar, dass so eine Provision nicht jeden Tag bezahlt wird?! Der Immobilienmakler muss davon Steuern, wie jeder andere auch, zahlen, seine Miete, Essen, Familien, Kinder etc.  Und auf ein Jahr gerechnet, hat er einen durchschnittlichen Gehalt wie jeder normale Mensch in Deutschland. Vielleicht sollten die Menschen mit den Vorurteilen Immobilienmaklern gegenüber über diese Argumente nachdenken, bevor sie laut schreien: „Bloß keinen Makler!“

 

Die Makler sind sich über die Gründe für das schlechte Image einig: Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) machen die mangelnden Zugangsvoraussetzungen zum Maklerberuf verantwortlich, in deren Folge sich zu viele schwarze Schafe im Markt tummeln. Als weiterer Grund wird mehrheitlich das geringe Verständnis von Außenstehenden für die eigentliche Maklerleistung genannt (63 Prozent). Außerdem versuchen viele Verkäufer ihre Immobilie/Grundstück/Wohnung ohne Makler zu verkaufen um sich daran zu bereichern. Sie denken, dass wenn sie ohne eine Maklerprovision verkaufen, können sie so den höheren Preis verlangen. Letztendlich zahlt der Käufer genau den Preis, den er auch mit Maklerprovision bezahlt hätte. Doch in diesem Fall wirklich für nur Tür aufschließen.

 

Noch ein paar Tipps, wie Sie wissen, dass Sie an einen guten Immobilienmakler gelangt sind:

Transparente Arbeitsweise, d. h. Verkäufer/Vermieter erhalten eine detaillierte Leistungsgarantie, wie der Immobilienmakler bei der Vermittlung des Objekts vorgehen wird. Er informiert die Eigentümer regelmäßig über die Vermittlungsfortschritte. Zudem kann ein guter Makler die Immobilie realistisch einschätzen und den Immobilienpreis bewerten. Schlechte Makler akzeptieren jeden Preis oder vermitteln den Eigentümern oft unrealistische Preiserwartungen für die Immobilie, um das Objekt vermakeln zu dürfen.

Von | 2018-08-08T16:14:01+00:00 Dezember 14th, 2016|Allgemein|